Anpassung der Steuerbasis ist ein größeres Risiko als eine Geldbuße wegen der fehlenden Dokumentation zu Verrechnungspreisen



Darüber konnten sich 11 Steuersubjekte überzeugen, bei denen der Steuerverwalter aus dem Grunde der falsch eingestellten Verrechnungspreise die Steuerbemessungsgrundlage insgesamt in Höhe von EUR 26 Mio. erhöht hatte.

Die Nichterfüllung der Pflicht, die Dokumentation zu den Verrechnungspreisen zu führen, ist ein Verwaltungsdelikt. Die Geldbuße für dieses Verwaltungsdelikt liegt zwischen EUR 60 und EUR 3 000. Die Höhe der auferlegten Geldbuße liegt in Erwägung des Steuerverwalters, wobei es gilt, dass der Steuerverwalter bei der Bestimmung der Höhe der Geldbuße Erheblichkeit, Dauer und Folgen des widerrechtlichen Zustands berücksichtigt. Die Geldbuße kann auch wiederholt auferlegt werden, wenn ihre Auferlegung zur Berichtigung nicht führte und der widerrechtliche Zustand dauert.

Der Steuerverwalter kann eine Änderung der Steuerbemessungsgrundlage einer verbundenen Person auf dem Gebiet der Slowakischen Republik durchführen, da ein Bestandteil der Steuerbemessungsgrundlage auch die Differenz ist, um die sich die Preise bei den gegenseitigen Handelsbeziehungen der verbundenen Personen, einschließlich der Preise für die gewährten Dienstleistungen, Darlehen und Kredite, von den zwischen den unabhängigen Personen in vergleichbaren Geschäftsbeziehungen verwendeten Preisen unterscheiden, wobei diese Differenz die Steuerbemessungsgrundlage reduziert oder den Steuerverlust erhöht hat.

Die Finanzverwaltung hat keinen Schlüssel veröffentlicht, nachdem sie die Steuersubjekte für die Kontrolle der Verrechnungspreise auswählen wird. Die Hauptparameter, die die Finanzverwaltung bei der Auswahl anwenden könnte, können leicht illustriert werden. Einige Beispiele führen wir unten an:

  • Die meisten Transaktionen erfolgen mit nahe stehenden Personen im Ausland/Inland.
  • Ihre Verkaufspreise sind ohne einen ersichtlichen Grund auf einem niedrigeren Niveau als die Marktpreise in der gleichen Branche.
  • Ihre Verkaufspreise sind ohne einen ersichtlichen Grund auf einem höheren Niveau als die Marktpreise in der gleichen Branche.
  • Sie zahlen die Gebühren für die Dienstleistungen, die Sie in keinem der Gebühr entsprechenden Maß ausnützen.
  • Sie zahlen die Gebühren für die Ausnützung verschiedener Arten von immateriellen Vermögenswerten (z.B. Lizenzgebühr), wobei Sie sie in keinem der Gebühr entsprechenden Maß ausnützen.
  • Sie machen Steuernachlässe bei der Einkommenssteuer geltend, bzw. Sie nützen andere Investitionsanreize vom Staatshaushalt aus.
  • Sie haben einen Steuerverlust von über EUR 300 000 abgezogen oder Sie haben in zwei nacheinander folgenden Besteuerungszeiträumen von der Steuerbasis einen Steuerverlust von mehr als EUR 400 00 abgezogen.