Einführung der Versicherungssteuer



<< zurück zum Newsletter

 

Der NRSR verabschiedete am 20.6.2018 das Versicherungssteuergesetz. Wie wir Sie schon in den letzten Ausgaben des Newsletters informiert haben, ist das Ziel der neuen Rechtsänderung die Einführung der Versicherungssteuer in Höhe von 8 %, der die Versicherung in der Sparte der Nichtlebensversicherung unterliegt.

Die Versicherungssteuer hat den Charakter einer indirekten Steuer und ersetzt die bisher gültige Abgabe von 8 % aus der erhaltenen Versicherungsprämie aus der Nichtlebensversicherung. Sie betrifft alle Produkte der Nichtlebensversicherung, mit Ausnahme der Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge, bei der die Abgabe von 8 % erhalten bleibt. Voraussetzung für die Erhebung der Steuer ist, dass sich das Versicherungsrisiko in der Slowakei befindet.

Die Versicherungssteuer wird grundsätzlich durch die Versicherungsgesellschaften aus den erhaltenen Prämien erhoben und an den Staatshaushalt entrichtet, mit gesetzlich definierten Ausnahmen. Insbesondere weisen wir auf die Tatsache hin, dass in bestimmten Fällen der Versicherungsnehmer selbst der Steuerzahler sein wird, ggfs. die juristische Person, der die Kosten für die Versicherung verrechnet werden und das bei einer Versicherung in einer sog. ausländischen Versicherungsgesellschaft, d.h. einer Versicherungsgesellschaft mit Sitz außerhalb der EU/EWR. Die Steuererklärung wird vierteljährlich abgegeben, d.h. bis Ende des Kalendermonats nach Ablauf des Quartals und in dieser Frist ist auch die Steuer fällig.

Vorteil für den Versicherungssteuerzahler (Versicherungsgesellschaft) ist die Möglichkeit zu entscheiden, wann ihm die Steuerpflicht entsteht, d.h. am Tag des Zahlungseingangs der Versicherungsprämie oder am Tag des Inkrafttretens der Forderung aus der Versicherungsprämie oder am Fälligkeitstag der Versicherungsprämie.