Kapitalrücklage aus Beiträgen



Eine Novelle des Handelsgesetzbuches ermöglichte den Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung, eine Kapitalrücklage aus Beiträgen zu bilden.

Mit der Wirkung seit dem 01.01.2018 wurden im Anschluss an die Novelle des Handelsgesetzbuches auch die Buchungsverfahren für Unternehmer, die doppelte Buchführung anwenden, wie auch die Maßnahmen des Finanzministeriums der Slowakischen Republik, durch welche Einzelheiten zu Einzelabschlüssen für Mikro-, kleine und  große Buchführungseinheiten festgelegt werden, novelliert.

Bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung und einer Aktiengesellschaft wird die Kapitalrücklage aus Beiträgen aufgrund des Gründungsvertrags oder aufgrund deren Genehmigung durch die Hauptversammlung gebildet. Für die Leistung des Beitrags eines Aktionärs zur Kapitalrücklage werden sinngemäß Bestimmungen über Einlagen angewendet und als Kapitalrücklage gelten diese Einlagen zum Zeitpunkt ihrer Leistung.

Die Kapitalrücklage ist wie folgt zu verwenden:

  • Ausschüttung an die Aktionäre
  • Erhöhung des Stammkapitals

Bei der Ausschüttung der Kapitalrücklage an Aktionäre bzw. Gesellschafter muss die Information über die Höhe der auszuschüttenden Kapitalrücklage spätestens 60 Tage im Voraus veröffentlicht werden. Die Kapitalrücklage kann nicht ausgeschüttet werden, wenn sich die Gesellschaft in einer Krise befindet oder wenn sie infolge der Ausschüttung in eine Krise geraten würde.

Im Anhang der Mikro- und kleinen Buchführungseinheiten ist anzuführen, ob die Buchführungseinheiten Kapitalrücklage aus Beiträgen gebildet haben; im Anhang der großen Buchführungseinheiten sind noch zusätzliche Informationen zu der gebildeten Kapitalrücklage anzugeben.

Im Sinne der Novelle der Buchungsverfahren ist die Kapitalrücklage aus Beiträgen beim Empfänger bei der Entstehung zu Lasten des Kontos 353 – Forderungen aus ausstehenden Einlagen auf das Eigenkapital und zugunsten des Kontos 413 – Sonstige Kapitalrücklagen zu verbuchen. Verwendung des geleisteten Beitrags ist aufgrund der Entscheidung der Hauptversammlung zu Lasten des Kontos 413 und zugunsten des entsprechenden Kontos der Verbindlichkeiten zu verbuchen. In der Buchhaltung des Einlegers wird der geleistete Beitrag in anerkanntem Wert auf dem Konto der Finanzinvestition und zugunsten des Kontos 367 – Verbindlichkeiten aus gezeichneten nicht einbezahlten Wertpapieren und Einlagen zu verbuchen. Die Differenz zwischen dem anerkannten Vermögenswert und dem Buchwert des Vermögens wird die Gesellschaft entsprechend der Art auf sonstigen finanziellen Kosten oder Erträgen ausweisen.

TPA Newsletter 1/2018