Sachbezug des Arbeitnehmers für die Beförderung zum Arbeitsplatz



Das Einkommen- und Körperschaftsteuergesetz legt mit Wirksamkeit ab 01.01.2018 klare Regeln für die steuerliche Wirksamkeit der Beförderungskosten aufseiten des Arbeitgebers und die Besteuerung der Sachbezüge aufseiten des Arbeitnehmers fest.

Für die steuerliche Wirksamkeit der Aufwendungen für die Beförderung muss der Arbeitgeber folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • es gibt keinen alternativen regelmäßigen öffentlichen Personennahverkehr entsprechend den Bedürfnissen und Anforderungen des Arbeitgebers und gleichzeitig
  • nutzt der Arbeitgeber Fahrzeuge mit dem Code 29.10.3 Produktklassifikation (Verkehrsmittel für mind. 10 Personen).

Eine solche Beförderung stellt für den Arbeitnehmer einen Sachbezug dar. Bei Erfüllung der nachstehenden Voraussetzungen ist dieser Sachbezug des Arbeitnehmers steuerfrei:

  • es gibt nachweislich keinen alternativen regelmäßigen öffentlichen Personennahverkehr entsprechend den Bedürfnissen und Anforderungen des Arbeitgebers;
  • Beförderung mit eigenen Verkehrsmitteln des Arbeitgebers oder mit Verkehrsmitteln eines anderen Vertragsverkehrsunternehmens für mind. 10 Personen;
  • der Arbeitnehmer beteiligt sich an den nachweislich aufgewendeten Kosten des Arbeitgebers mit:
  • mindestens 60 % oder
  • mindestens 30 %, sofern es sich um ein Produktionsunternehmen mit Mehrschichtbetrieb handelt, in dem von der gesamten durchschnittlichen Mitarbeiterzahl mindestens 30 % diese Beförderung nutzen.

Beträgt der Arbeitnehmeranteil weniger als 60 % bzw. 30 % der vom Arbeitgeber nachweislich aufgewendeten Beförderungskosten, gilt als Sachbezug des Arbeitnehmers der auf den Arbeitnehmer entfallende, der Differenz zwischen 30 % bzw. 60 % der gesamten Beförderungskosten des Arbeitgebers und der von allen betroffenen Arbeitnehmern für die Beförderung geleisteten Zahlungen entsprechende Betrag.