Übersicht der wichtigsten per 1.1.2019 zu erwartenden Änderungen in der Umsatzsteuer



Die vorbereitete Änderung des Umsatzsteuergesetzes mit vorgeschlagener Wirksamkeit ab dem 1.1.2019 führt auch zu folgenden Änderungen:

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  • Vollständige Abschaffung der Verpflichtung, eine Sicherheit für die Steuer bei obligatorischer und freiwilliger umsatzsteuerlicher Registrierung zu hinterlegen
  • Einführung neuer Vorschriften für die Geltendmachung der Umsatzsteuer bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen durch Gutscheine – Zweck ist die zuverlässige und einheitliche Behandlung von Gutscheinen in allen EU Mitgliedsstaaten. Die Änderung führt die Definition und die Einteilung der Gutscheine in Einzweck- und Mehrzweckgutscheine ein und je nach Typ werden der Tag des Entstehens der Steuerpflicht, die Steuerbemessungsgrundlage und die anderen Vorschriften bestimmt.
  • Grundlegende Änderung bei der Veranlagung von Immobilien, die zum Wohnen bestimmt sind (Wohnung, Einfamilienhaus, Wohnappartement) – bei der Übergabe einer für Wohnzwecke bestimmten Immobilie, die nach derzeitigem Recht die Bedingungen für eine Steuerbefreiung erfüllt, erlischt die Option der Veranlagung dieser Immobilie. Ähnliches gilt auch bei der Vermietung dieser Immobilie, d.h. unabhängig von der Stellung des Empfängers (Mieters) ist der Vermieter (Zahler) immer verpflichtet, die Miete von der Steuer zu befreien
  • Präzisierung des Zeitpunkts, mit dem die Berechnung des 5-Jahreszeitraums verbunden ist, innerhalb dessen der Steuerzahler die Steuerbefreiung für das übergebene Bauobjekt nicht anwenden kann
  • Einführung der neuen Definition des Umsatzes zwecks MwSt. zur Vereinheitlichung der Bedingungen für steuerpflichtige Personen, die entweder die einfache oder die doppelte Buchhaltung führen. Die Begriffe „Einnahmen“ und „Erträge“ sollen durch den Begriff „Wert der gelieferten Waren und Dienstleistungen“ ersetzt werden.
  • Bestimmung des Lieferortes digitaler Dienstleistungen für steuerfreie Personen aus einem anderen Mitgliedstaat als Ort, an dem sich der Dienstleister niedergelassen hat, jedoch nur dann, wenn der Wert der erbrachten Dienstleistungen ohne Steuern den Betrag von 10.000 EUR weder im Kalenderjahr noch im unmittelbar vorhergehenden Jahr überschreitet
  • Einführung der Änderung der Abzugssteuer bei beweglichem Vermögen im Zusammenhang mit der Änderung des Anwendungsbereichs des beweglichen Vermögens für Geschäftszwecke und für andere als Geschäftszwecke
  • Aufhebung der Übertragung der Steuerpflicht bei der Lieferung von landwirtschaftlichen Produkten und Metallerzeugnissen, wenn eine vereinfachte Rechnung ausgestellt wird
  • Änderungen, die die Abführung der Vermögenssteuer bei Aufhebung der Umsatzsteuerregistrierung betreffen
NEWSLETTER TPA DE Q3 2018